awork AI-Agents
Character Design, 3D-Visuals, Brand Design, 2026
awork ist eine Plattform aus Hamburg, mit der Agenturen ihre Projekte, Kapazitäten und Zeiten organisieren. 2026 kamen AI-Agents dazu: digitale Kollegen, die Briefings prüfen, Engpässe erkennen oder Entwürfe aus Sicht einer Persona bewerten.
Als Senior Brand Designer habe ich diesen Agenten ein Gesicht gegeben: eine 3D-Figur, die direkt aus dem awork-Signet entsteht, mit sechs Perspektiven, einem Satz an Stimmungen und Gesten und einem eigenen Auftritt für jeden Agenten.
Die Aufgabe
Fast jedes Software-Produkt zeigt seine KI inzwischen mit denselben Zeichen: Funkeln, Farbverläufe, leuchtende Kugeln, ab und zu ein beliebiger Roboter. Wer so auftritt, sieht aus wie alle anderen.
Die Agenten von awork sollten sich davon abheben und trotzdem sofort als das erkennbar sein, was sie sind: Helfer, die im Team mitarbeiten. Und weil laufend neue Agenten dazukommen, musste die Lösung mitwachsen können.
Die Idee
Die Lösung lag näher als gedacht: awork trägt einen kleinen Roboter mit Fliege im Logo. Er ist freundlich, dienstbar und jedem im Produkt vertraut. Genau das, was ein Agent sein soll. Statt eine neue Figur zu erfinden, habe ich das Signet in die dritte Dimension geholt.
Das hat drei Vorteile. Niemand muss eine neue Figur lernen, jeder Auftritt eines Agenten stärkt die Marke. Die KI bleibt als KI erkennbar, statt sich als Mensch auszugeben. Menschen gibt es in der Bildwelt von awork schon, und sie bleiben den echten Teams vorbehalten. Und aus einer Figur werden beliebig viele Agenten, ohne dass jedes Mal ein neuer Charakter entstehen muss.
Erste Richtungen
Naheliegend heißt nicht, dass es der erste Einfall war. Am Anfang stand die bestehende Charakterwelt von awork: Menschen in 3D. Ich habe sie mit farbigen Gesichtern als KI-Kollegen ausprobiert, danach als Figuren aus farbigem Glas.
Beides sah gut aus, beantwortete aber die wichtigste Frage nicht: Wer arbeitet hier, Mensch oder Maschine? Die einen wirkten wie verkleidete Mitarbeitende, die anderen wie Dekoration.
Signet in 3D
Mit dem Signet als Vorlage war die Richtung klar. Offen blieb, wie viel Charakter die Figur braucht: mit Körper oder ohne, je Agent in einer eigenen Farbe oder einheitlich, aus Holz, Glas, Fell oder Stein.
In ersten Bewegtbild-Tests wechselt die Figur ihr Werkzeug und damit ihre Rolle: Aus der Prüferin mit Lupe wird der Planer mit Klemmbrett.


Reduktion
Durchgesetzt hat sich die einfachste Fassung: weiß und glänzend, mit dunklem Visier, leuchtenden Augen und der Fliege im awork-Lila. Der Körper fällt weg, wie im Signet. Dazu kommen frei schwebende Hände, mit denen die Figur zeigen, halten und reagieren kann.
Entstanden sind die Motive mit KI-Bildgeneratoren. Anschließend habe ich sie freigestellt, hochskaliert und in Photoshop so angeglichen, dass Form, Licht und Material in jeder Variante übereinstimmen.
Perspektiven & Mimik
Damit die Figur im Alltag funktioniert, gibt es sie als Baukasten: sechs Perspektiven, jeweils mit und ohne Hände, dazu Stimmungen von Freude bis Ratlosigkeit und Gesten wie Daumen hoch oder Zwinkern.
Alle Motive liegen auf derselben Leinwand. So lassen sie sich im Produkt, auf der Website und in Animationen nahtlos gegeneinander austauschen. Probier es unten aus: Die Figur schaut dem Mauszeiger nach, ein Klick wechselt die Stimmung.
Die Agenten
Jeder Agent bekommt ein Werkzeug und eine Akzentfarbe an der Fliege: die Lupe für den Briefing Checker, Schild und Checkliste für den Brand Safety Checker, Steckbriefe für den Persona Reviewer. Es bleibt immer dieselbe Figur, und trotzdem ist sofort klar, wer welche Aufgabe übernimmt.
Kommt ein neuer Agent dazu, braucht er nur ein neues Requisit.
Im Einsatz
Auf awork.com ist die Figur animiert auf der Startseite zu sehen und stellt die Agenten vor. Im Produkt ist sie der Avatar, mit dem die Agents im Chat antworten.
Dazu kommt sie überall dort zum Einsatz, wo awork über KI spricht: in Präsentationen wie der Keynote auf der DMEXCO 2026, auf Drucksachen und auf dem Messestand dort, den ich ebenfalls gestaltet habe.

